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ver.di begrüßt SPD-Erklärung für mehr Pflegepersonal in Krankenhäusern!

Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

ver.di begrüßt SPD-Erklärung für mehr Pflegepersonal in Krankenhäusern!

Eine nicht ausreichende Finanzierung durch die Kassen, Investitionsstaus und an manchen Orten zudem die Gewinninteressen von Krankenhausbetreibern haben an nahezu allen Krankenhäusern dieselben Folgen: Es fehlt Personal in den Krankenhäusern. Wir haben berechnet, dass in Niedersachsen 14.000 Stellen geschaffen werden müssen. Unter diesem Personalmangel leiden neben dem Personal insbesondere Patienten und Angehörige. Für die Beschäftigten ist die Belastungsgrenze längst überschritten. Darum sind gesetzliche Vorgaben zur Personalmindestausstattung unausweichlich. Je besser das Verhältnis von Pflegekräften zu Patienten ist, desto geringer ist das Sterberisiko, das haben Untersuchungen ergeben. „Wenn in Deutschland eine Pflegekraft ca. 10 Patienten zu pflegen hat und damit zweieinhalb Mal so viel wie in Norwegen bzw. doppelt so viel wie in Holland, dann ist auch das Risiko für die Patienten viel höher – das dürfen wir nicht hinnehmen“, so Joachim Lüddecke, Fachbereichsleiter Gesundheitswesen in ver.di.

Mehr Geld für Krankenhäuser alleine führe nicht unbedingt zu mehr Personal, das würden die Erfahrungen zeigen, so Detlef Ahting, Landesbezirksleiter von ver.di Niedersachsen-Bremen. „Wir brauchen gesetzliche Vorgaben für eine Personalmindestbemessung in der Pflege, auf den Stationen, damit dort ausreichend Personal für die Patienten vorhanden ist und sich um sie gekümmert werden kann.“ Es sei ein Skandal, dass es möglich ist, Geld aus dem Personalbereich für andere Zwecke abzuzweigen, auf dem Rücken der Pflegekräfte und Patienten. „Krankenkassenbeiträge müssen für den Betrieb und damit auch das Personal verwendet werden und dürfen nicht in Beton verbaut werden“, so Ahting weiter.

Vielfach wird die Personalnot in den Krankenhäusern beklagt, aber es fehlen konkrete Schritte oder es wird versucht, die Schuld bei jeweils dem Anderen zu suchen.

Detlef Ahting begrüßt daher die Erklärung ausdrücklich: „Ich finde den Schritt von Stephan Weil richtig und absolut konsequent. Indem er mit der SPD in Niedersachsen auf Landesebene gesetzliche Regelungen zusichert, die die Kassen und die Träger für eine Personalmindestausstattung in die Pflicht nimmt, macht er konkrete und längst überfällige Lösungen möglich!“ Das sei ein wichtiger Schritt, um auch im Bund zu einer bundesweit geltenden gesetzlichen Vorschrift zu kommen.

Die Erklärung von Ministerpräsident Stephan Weil für mehr Krankenhauspersonal
im Download.

Erklärung von Ministerpräsident Stephan Weil für mehr Krankenhauspersonal ver.di Erklärung von Ministerpräsident Stephan Weil für mehr Krankenhauspersonal
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