Nachrichten

Tarifrunde Versicherungen 2017: Mehr als 500 Beschäftigte beteiligen …

Finanzdienstleistungen

Tarifrunde Versicherungen 2017: Mehr als 500 Beschäftigte beteiligen sich an Streik

 
Am heutigen Dienstag, den 11. Juli, haben rund 500 Beschäftigte der Versicherungsbranche in Niedersachsen und Bremen ihre Arbeit niedergelegt. „Dass wir bundesweit eine Streikwelle in diesem Umfang in der Versicherungsbranche durchführen, ist einmalig“, stellt Markus Westermann, ver.di Landesfachbereichsleiter, fest. „Es zeigt, wieviel Druck im Kessel ist.“

ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde für die bundesweit rund 170.000 Beschäftigten des privaten und öffentlichen Versicherungsgewerbes im Innendienst der privaten Versicherungsbranche die Erhöhung der Gehälter und aller Zulagen um 4,5 Prozent. Die Ausbildungsvergütung soll um 50 Euro steigen. Auszubildende sollen nach einer erfolgreichen Ausbildung unbefristet übernommen werden.


„Mit der dritten Streikwelle wollen wir den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöhen, damit sie endlich ein angemessenes Gehaltsangebot unterbreiten“, betont Westermann. „Ein Entgelttarifvertrag, der – wie bisher angeboten – über drei Jahre Reallohnverluste festschreibt, ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten einer Branche, die hohe Gewinne erwirtschaftet und teilweise Rekorddividenden an Aktionäre ausschüttet. Zudem erwarten wir, dass die Arbeitgeber ihre Verweigerungshaltung aufgeben und mit uns Regelungen bezüglich eines Zukunftstarifvertrages Digitalisierung vereinbaren.“

Die Arbeitgeber hatten in der letzten Verhandlungsrunde Gehaltssteigerungen angeboten, die sich über einen Zeitraum von drei Jahren auf Erhöhungen von durchschnittlich 1,1 Prozent pro Jahr belaufen.

Weitere Verhandlungstermine sind bisher noch nicht angesetzt.